Randgeschehen -
Bonnbons
Rund um den "Bundes-Eugen" - von netten Randgeschichten und
wichtigen Nebensächlichkeiten berichtet Bonn-Voyage natürlich auch:
Verschwunden. "Waltraud? Wo sind denn die von
der Sicherheit? Christoph: Wenn Du mal einen von der Sicherheit siehst!" Am
Eingang mußten die Taschen vom "Bonn Voyage"-Team kontrolliert werden. Doch an
der Kontrolle saß niemand. "Bin ich froh, wenn die Tage rum sind!", seufzte die
Bundestag-Mitarbeiterin. Sie arbeitet auf Honorar. Und umziehen wird sie nicht.
Vorgefahren. Grüne Politiker haben so eine
Eigenart - auf teure Autos, teure Chauffeure, teuren Eindruck verzichten sie oft. Sie
kommen viel lieber zu Fuß. Ob sie ihr Auto irgendwo fernab geparkt haben? Auch am letzten
Bonner Sitzungstag pflegen sie grüne Prinzipien.
Verrückt. Was sagen Sie zum Umzug von Bonn nach
Berlin? "Mein Name ist Bernhard. Bern und Hard. Meine Freunde nennen mich
Hardie. Mehr kann ich dazu nicht sagen." Erschöpfende Auskunft eines Punks, der sich
vor dem Bundestag herumtrieb - und mit wirren Worten, umso wirreren Plakaten, etwas Tanz
und Gesang für seine neue Weltverfassung warb. "Wir müssen hier Häuser wie die
Afrikaner bauen", das ist ihm besonders wichtig. Halb belustigt, halb verärgert
reagierten Polit-Größen und ihre Chauffeure auf Bernhard. Irgendwann aber war Schluß
mit Spökes für ihn: Die Polizei schickte ihn weg, als eine WDR-Frau sich über ihn
beschwerte.
Erwischt. Auch Außenminister müssen mal aufs Klo
- in Begleitung zweier Bodyguards, die vor der Klotür auf Joschka Fischer
warteten. Im Anschluß putzte Fischer seine Schuhe und gab "Bonn Voyage" ein
Kurzinterview. Doch dem ZDF-Team gegenüber wollte er sich nicht äußern.
Zu spät geschaltet. "Seid Ihr die Truppe vom
Trittin?" fragt eine Frau in den Raum. "Nein!" - Sie verschwindet.
Scheiße, hätten wir doch ja gesagt... Wäre doch zu lustig gewesen;-))
Ausgefragt. Das Bonn Voyage-Team hatte
seinen Redaktionssitz im Foyer direkt gegenüber dem Bundestag - und wurde ständig mit
einer Informationsstelle des Bundestags verwechselt. Da wurden wir mit Fragen wie diesen
konfrontiert: "Kann man diese Bücher kaufen oder mitnehmen?" "Wo soll das
WDR-Rundfunkorchester seine Sachen abladen?" Leider konnten wir da nicht helfen...
Abgelehnt. Kohl gesichtet, das
Bonn-Voyage-Team in heller Aufregeung: "Guten Tag Herr Kohl, dürfen wir Ihnen ein
paar Fragen stellen?" "Nee, keine Fragen, jetzt muß ich arbeiten", sprach
der Bundeskanzler a.D. und verschwand durch die Glastür in seinem Büro. Helmut Kohl, wie
er leibt und lebt ;-)

Gesehen am Freitag, 2.7.99 auf dem
Tag der offenen Tür im Bonner Bundestag |